Rundgang: Stadtteilzentrum Bürgerschule

Das rote Backsteingebäude in der Schaufelder Str. 30 war 1895 ursprünglich als Grundschule errichtet worden, wurde aber seit den dreißiger Jahren als Berufsschule für den Schornsteinfegernachwuchs genutzt. Nach deren Schließung im Jahr 1955 stand das Gebäude 8 Jahre leer. 1963 erwarb der Schokoladenfabrikant Sprengel Haus und Grundstück zur Erweiterung seines Fabrikgeländes. Nach der Werksschließung im Jahr 1980 wurde das Sprengel-Areal an den Hamburger Immobilen-spekulanten Jensen verkauft, der die Industriebrache abgereißen und mit luxuriösen Eigentumswohnungen bebauen wollte.

Bürgerschule 

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Der wachsende Widerstand in der Bevölkerung führte jedoch immer wieder zu Bauverzögerungen bis 1986 der neue Eigentümer pleite ging. Daraufhin kaufte die Stadt Hannover das Gebäude zurück und unterstellte es dem städtischen Kulturamt. Dieses schloß mit dem 1983 gegründeten Verein Stadtteil-Zentrum Nordstadt e.V. einen Vertrag, der dem Verein alle notwendigen Instandstandsetzungs- und Unterhaltskosten als Gegenleistung für die gewährten Nutzungsrechte überträgt. Seitdem wird die Bürgerschule mit Eigenmitteln des Vereins und Geldern aus dem Sanierungsetat der Stadt Hannover schrittweise modernisiert.